Zufrieden im Job - Wie geht das?


Ist Zufriedenheit im Job einfach nur Glück oder steckt ein klarer Plan dahinter?


Zufriedenheit bedeutet mit den Verhältnissen einverstanden und im Einklang zu sein.

Was braucht es also, um dieses Gefühl im Berufsleben zu erlangen?


Mehrere Faktoren sind dabei wichtig. Beruflich im Einklang mit den persönlichen Werten zu handeln, ist bedeutend für das persönliche Glückempfinden im Job.

Ebenso seinen Neigungen und Interessen nach zu gehen. Wer keine Affintität zu analytischen Aufgabenstellungen hat, der wird in einer entsprechenden Rolle gegen sich selbst arbeiten.

Die Art, wie wir denken, bestimmt unser Gefühl. Unzufriedenheit kann somit auch das Resultat von bestimmten Gedanken sein.


Eigene Neigungen und Talente erkennen


Bei der Berufswahl tut sich derjenige leichter, der sich selbst besser kennt und reflektiert hat.

In der Persönlichkeitspsychologie gibt es das Modell der BIG FIVE. Darin wird beschrieben, dass die Persönlichkeit durch die fünf Dimensionen Aufgeschlossenheit, Gewissenhaftigkeit, Offenheit für neue Erfahrungen, Verträglichkeit und emotionale Labilität bestimmt werden kann (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Big_Five_(Psychologie) ).

Was bedeutet dies?

Nehmen wir als Beispiel einen Mann, der sehr introvertiert, verträglich und gewissenhaft ist. Mit dieser Persönlichkeit wird er im Vertrieb nicht so gut zurecht kommen, wenn die Neukundenakquisition eine wichtige Rolle spielt. In der Vertriebsorganisation oder Innendienst möglicherweise besser.

Dieses sehr reduzierte Beispiel soll verdeutlichen, wie wichtig die Jobwahl nach persönlichen Neigungen ist. Dann ist ein Arbeiten im persönlichen Einklang und Zufriedenheit besser möglich.


Die Burnout-Falle


Wer im Joballtag immer gegen seine Neigungen ankämpft, ist viel stärker Burnout gefährdet. Im BIG FIVE Modell wird die Gewissenhaftigkeit als eine Domäne beschrieben. Es gibt Rollen, in denen ist Perfektionismus aufgrund des hohen Arbeitsvolumen nicht gefragt. Möchte der Stelleninhaber aufgrund der eigenen Persönlichkeit aber trotzdem die 100% anstreben, dann wird er Stress empfinden. Die Folge ist natürlich auch Unzufriedenheit im Job. Eine berufliche Neuorientierung oder ein Coaching sind dann auf jeden Fall empfehlenswert.


Die eigenen Werte


Unzufriedenheit im Job entsteht auch, wenn die persönlichen Werte nicht im Einklang mit dem des Arbeitgebers sind. Die meisten Menschen sind flexibel genug, wenn es keine 100%ige Übereinstimmung mit den eigenen Wertvorstellungen gibt. Wenn eigene und Unternehmenswerte zu weit auseinander klaffen, dann entsteht Unzufriedenheit.

Hier spielt immer die persönliche Sozialisation im Laufe des Lebens eine Rolle.


Welche Werte einem Eltern und nahe Bezugspersonen mitgeben, prägen die Persönlichkeit ein Leben lang. Ebenso die Kommunikationsstruktur, die im eigenen Elternhaus besteht und vorrangig ist. Die ersten 10 Lebensjahre haben einen großen Einfluß auf die Ausbildung der Persönlichkeit und wie ein Mensch fühlt, denkt und sich verhält. Manche Unternehmenskulturen können einen persönlichen Kulturschock bedeuten, wenn die gelebten Werte im Arbeitsalltag kaum den eigenen entsprechen. Der fehlende Einklang führt - manchmal auch ganz unbewusst - zu Unzufriedenheit im Job. Menschen passen sich im Laufe der Zeit ganz unbewusst der Umgebung an, da der menschliche Überlebenstrieb sehr ausgeprägt ist. Wenn der Preis der Anpassung aber im Unglücklichsein besteht, dann ist er zu hoch.


Die richtige Wahl der Branche


Um eine möglichst hohe Jobzufriedenheit zu erreichen, spielt auch die richtige Wahl der Branche eine wichtige Rolle. Aber warum? Bestimmte Branchen benötigen Mitarbeiter mit bestimmten Neigungen. Wer im Technologie-Umfeld arbeitet, wird auf viele Kollegen mit einer hohen Affinität für Technologie treffen. Um Maschinen und Technik zu entwickeln sind bestimmte persönliche Eigenschaften aus dem BIG FIVE Modell von Vorteil. Gewissenhaftigkeit spielt bei der Produktion von technischen Produkten eine große Rolle. Für die Berufsbilder von Qualitätsmanager und Ingenieure zum Beispiel wichtige Anforderungen. Natürlich gibt es in Unternehmen immer unterschiedliche Tätigkeitsfelder, für die unterschiedliche Talente erforderlich sind. Die Frage ist aber, welcher Typus überwiegt.

Sportartikelhersteller, Automobilkonzerne, Marketingagenturen oder Versicherungsunternehmen ziehen komplett unterschiedliche Menschen an und haben deshalb auch entsprechende Unternehmenskulturen. Dies ist ein Faktor, der bei der Berufswahl vielleicht unterschätzt wird. Jeder wird in anderen Branchen glücklich.


Welche Gedanken machen unzufrieden?


Gefühle werden durch unsere Gedanken ausgelöst. Unzufriedenheit ist eine negative Emotion, die auftreten darf. Nur wenn sie häufig vorhanden ist, kann es hilfreich sein, auch die Gedanken dahinter zu ergründen. Die Fokussierung auf negative Aspekte des Jobs, die fast jedes Berufsbild mit sich bringt, kann zu einem dauerhaft schlechten Gefühlen führen. Eine Distanzierung von bestimmten Gedanken und Veränderung des Blickwinkels kann bereits zu mehr Zufriedenheit führen. Dies Dies ist aber nur einer der aufgeführten Aspekte, der bei der Ergründung der Unzufriedenheit im Job einfließt.


Schlechte Beziehungen im Job


Wer ein schlechtes Verhältnis zum Vorgesetzten oder zu Kollegen hat, ist meist unglücklich im Job. Menschen sind soziale Wesen, die ein Miteinander anstreben. Wer dies im Berufsleben vermisst, wird dies meist selbst erkennen. Im Coaching und der Karriereberatung geht es dann darum, Möglichkeiten einer Veränderung der Beziehungen zu erkunden. Durch veränderte Kommunikation und Konfliktmanagement verändern sich auch die Beziehungen zu Vorgesetzten und Kollegen. Im positiven Fall ist dann keine Veränderung nötig und die Freude am Job kehrt zurück. Manchmal führt auch kein Weg daran vorbei, eine berufliche Veränderung zu suchen, wenn das zwischenmenschliche System überhaupt nicht passt. Die Entscheidung für eine Neuorientierung bringt die Erleichterung. Die berufliche Unzufriedenheit kann sich mit Treffen der Entscheidung plötzlich in Luft auflösen, wenn der Innere Konflikt nicht mehr besteht.


Coaching & Karriereberatung


Welche Fragen könnten also weiterhelfen, um zufrieden im Job zu werden?

Vielleicht diese? Was sind meine persönlichen Eigenschaften, Neigungen und Interessen? Wie bin ich aufgewachsen? Was sind meine persönlichen Werte?

Welcher Job passt dazu am besten? Und in welcher Branche werde ich viele Gleichgesinnte treffen?


Um sich selbst besser kennen zu lernen, hilft eine Karriereberatung oder ein Coaching weiter. Aber warum ist das so? Jeder Mensch ist nur bis zu einem bestimmten Punkt selbst in der Lage, sich ohne Unterstützung zu reflektieren. Gerade im Coaching erlebe ich es immer wieder, dass Klienten die eigenen Stärken und Talente nur zum Teil bewusst sind.


Diese Frage beschäftigt die Menschheit seit Jahrtausenden. "Erkenne, was Du bist." Das schrieben die Alten Griechen in die Inschrift des Apollotempels von Delphi. Wer die Frage für sich persönlich beantworten kann, macht einen großen Entwicklungsschritt.





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